Matchbericht 02.10.2019
Verregnetes Derby mit verdientem Sieger
FC Gränichen – FC Gontenschwil 3:1 (2:1)
Trotz widrigen äusseren Bedingungen lockte das Wynentaler Derby 120 Zuschauer an. Diese bekamen eine unterhaltsame Partie geboten, mit einem Chancenplus für den FC Gränichen. Dank Toren von Assoussi, Egli und Trost setzte sich das Heimteam verdient durch.

rc. Praktisch mit dem Anpfiff setzte auf der ZehnderMatte der Regen ein, die Zuschauer versteckten sich unter den Schirmen und auch auf dem Spielfeld wollte vorerst keine richtige Spielfreude aufkommen. Das Abtasten dauerte eine gute Viertelstunde, ehe Khaled Assoussi einen ersten satten Schuss auf das Gehäuse von Kevin Walz abfeuerte. Die nun bestimmter auftretenden Gastgeber kamen zu weiteren Chancen. Nach 22 Minuten spielt Dominik Trost Rafed Bayazi auf der rechten Seite frei, dieser kann den Ball scharf in den Sechzehner geben, wo Assoussi eiskalt abstaubt.

Gontenschwil war nun gezwungen  mehr für das Spiel zu tun, was zu mehr Ballbesitz führte und auch zu greifbaren Chancen. Nach Ablauf einer halben Stunde kamen Nikola Kolevski und Dawid Skrzypczak im gleichen Spielzug zu drei Abschlussversuchen, die aber jedes Mal neutralisiert werden konnten. Im schnellen Gegenzug war es wieder ein Grüner, der den Ball – diesmal am eigenen Tor und mit Absicht – vorbei köpfte. Noch vor der Pause gelang es Gränichen die Führung auszubauen. Ein langer Eckball landet bei Tim Andrä, der das Leder gefühlvoll auf Ramon Egli hebt, der nur noch den Fuss hinzuhalten brauchte. Nur zwei Zeigerumdrehungen konnte auch Gontenschwil jubeln. Sandro Zürcher setzt sich vorerst auf der rechten Seite durch und schiebt das Leder zur Lino Zobrist, der seinen scharfen Schuss im Netz zappeln sieht.  Das 2:1 zur Pause liess den Ausgang der Partie völlig offen.

Entscheidung kurz vor Schluss

Auch im zweiten Umgang brauchten die Spieler beider Teams etwas Anlauf, um sich an die nassen Wetterbedingungen zu gewöhnen. Die Gäste aus dem Oberwynental waren zwar weiterhin öfter, aber etwas ideenlos im Ballbesitz, was dem FC Gränichen wiederum erlaubte schnelle Gegenstösse zu zeigen. Immer wieder war es Sascha Salzmann, der auf seiner rechten Seite schalten und walten konnte wie er wollte. Mehr als zwei Aluminumtreffer schauten aber vorerst nicht heraus. So musste man sich beim Heimclub bis in die 86. Minute gedulden. Assoussi erobert in der Offensive einen verloren geglaubten Ball, sein Querpass auf Dominik Trost versenkt dieser mit einem satten Schuss aus gut 20 Metern zum 3:1-Schlussresultat.

Der durchaus unterhaltsamen Partie fehlte über die 90 Minuten gesehen der Derby-Charakter und die gesunde Portion Agressivität. Gelbe Karten gabs eher fürs Ballwegschlagen, als für harte Zweikämpfe. In der Tabelle überholt der FC Gränichen mit diesem Sieg den FC Gontenschwil. Wohl wird man sich auf der ZehnderMatte ärgern, vor Monatsfrist gegen Lenzburg so klar verloren zu haben. Wäre dem nicht so gewesen grüsste Gränichen nun von der Tabellenspitze. Lenzburg ist übrigens der nächste Gegner Gontenschwills. Die beiden Teams treffen sich am kommenden Samstag um 18 Uhr auf dem PAMO Neumättli. Gränichen reist erst am Montag (Anpfiff: 20 Uhr) auf das Inseli in Niedergösgen.


FC Gränichen – FC Gontenschwil 3:1 (2:1). ZehnderMatte, 120 Zuschauer. Tore: 22. Assoussi 1:0, 40. Egli 2:0, 42. Zobrist 2:1; 86. Trost 3:1.

Gränichen: Hurter; F. Müller (80. Sejdiu), Züllig, Andrä, Salzmann; Füchslin (80. T. Müller), Trost, Egli (71. Vishaj), Muscia; Assoussi, Bayazi.

Gontenschwil: 

Walz; Bucher, Fehlmann, Schüttel, D. Bolliger; Skrzypczak (87. Eglauf), Zürcher, Zobrist, P. Bolliger (76. Tsutis), Kolevski (80. Frey); Meier.

Verwarnungen: Andrä, Egli (beide Gränichen), P. Bolliger, Meier (Gontenschwil)