Matchbericht 18.04.2005
In der Offensivphase ausgekontert
FC Gontenschwil – FC Gränichen 1:3 (0:0)
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit konnte der FCG den Druck im zweiten Durchgang sogar erhöhen aber nicht in Tore umsetzten. Gränichen nutzte jedoch die wenigen Fehler des FCG konsequent aus
mar. Schon in den ersten Minuten der Partie war es offensichtlich, dass der FCG engagierter zur Sache ging als noch vor einer Woche gegen Erlinsbach. Man liess dem Gegenspieler weniger Platz, störte früher und kam so immer wieder in Ballbesitz. Gränichen zeigte aber die gleichen Tugenden wie die Buffy-Elf und so entwickelte sich ein ausgeglichener Match, in dem keine Mannschaft Überhand gewann. Torchancen blieben Mangelware, da die Defensive beider Teams meistens fehlerfrei agierten, und im Angriff nichts zählbares herausschaute. Mit einem leistungsgerechten Unentschieden gingen beide Teams nach einer durchschnittlichen ersten Halbzeit in die Pause.
Ein warmer Tee war nötig, denn in der Zwischenzeit öffnete Petrus die Schleusen über dem Neumättli vollends. Starker Regen und ein markanter Temperatursturz waren die Folge. Um sofort wieder auf Betriebstemperatur zu kommen, erhöhte die Buffy-Elf den Druck gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs. Bis an die Strafraumgrenze ging die offensive Taktik meistens auf, aber leider war dann öfters Endstation. Gränichen konnte gar nicht anders als sich auf das Konterspiel einzulassen, da die Buffy-Elf in dieser Phase mehr fürs Spiel machte und immer wieder anrannte. In der 55. Minute wurde während einer weiteren Angriffswelle des FCG der Ball im offensiven Mittelfeld verloren. Der sofort eingeleitete Konter führte zum 0:1. Ein Weitschuss aus 20 Metern prallte vom Pfosten zurück direkt vor die Füsse des zweiten Stürmers und der musste nur noch an Gautschi vorbei einschieben.
Der FCG gab nicht auf. Das Offensivspiel wurde beibehalten. Das Terrain wurde immer glitschiger, die Fehlpässe häuften sich und immer mehr Spieler bekundeten Gleichgewichtsprobleme. Die Buffy-Elf unternahm alles, wurde aber zehn Minuten später zum zweiten Mal für den gleichen Fehler bestraft. Wie beim 0:1 ging im vorderen Mittelfeld der Ball unnötig verloren, während sich die Mannschaft in der Vorwärtsbewegung befand. Mit einem weiten Ball wurde postwendend ein Gränicher Stürmer auf die Reise geschickt. Torhüter Gautschi warf sich in den Lauf des Stümers und hörte eine Sekunde später den harten aber gerechten Penaltypfiff. Und so stand es plötzlich 0:2.
Der FCG zeigte aber Moral. Trotz des Rückstandes setzte man weiter auf die Offensive und hatte immer noch Hoffnung das Resultat zu drehen. Bei solchen Platzverhältnissen wird einem Spieler immer wieder ans Herz gelegt aus jeder Situation zu schiessen, da der Ball ungemein schnell und für den Torhüter unberechenbar wird. Genau dieses Herz fasste sich Kurmann in der 75. Minute vor der Strafraumlinie, und erwischte den Torhüter mit einem Flachschuss auf dem falschen Fuss. 1:2. Leider wurden solche Abschlussversuche zuwenig gesucht. Jetzt kam Hektik auf. Der sonst schon überforderte Schiedsrichter schickte Sollberger nach seinem zweiten Foul vorzeitig unter die Dusche. Mit zehn Mann ging es in den Schlussspurt. Gränichen bekundete in Überzahl viel mehr Mühe als noch zuvor und das 2:2 lag förmlich in der Luft. Eckbälle, ein indirekter Freistoss im Strafraum und permanenter Druck des FCG brachten aber keinen Erfolg. So kam es wie es kommen musste. Keeper Gautschi konnte einen Konterangriff vor der Mittelinie abfangen, verlor aber den Ball in einem Zweikampf am gegnerischen Stürmer. Dieser hatte natürlich leichtes Spiel, da das FCG Gehäuse wie ein Scheunentor weit offenstand, und sich die ganze FCG Mannschaft in der Hälfte des Gegners befand. So stand es zum Schluss 1:3.
Trotz Niederlage war der FC Gontenschwil dem FC Gränichen in allen Belangen ebenbürtig. Die Buffy-Elf war in der zweiten Halbzeit sogar optisch überlegen. Die Gästemannschaft machte aber weniger Fehler und nutzte diese des FCG kaltblütig aus. Ein Punktgewinn wäre sicherlich ein Ding der Möglichkeit gewesen, aber schlussendlich zählt nur das Resultat. Zu hoffen bleibt, dass die Buffy-Elf sich die Tore für das vermeintliche Entscheidungsspiel gegen Wohlen 2b vom nächsten Sonntag aufgespart hat.

FCG:
Gautschi, Gysi, Knaus, Sollberger, Buffy, Kurmann, Bolliger, Merico, Hunziker (Gsponer), Marbacher, H. Stadler (Ribo)