Matchbericht 15.05.2006
Mladost hatte leichtes Spiel
3. Liga FC Gontenschwil - FC Mladost Aarau 1:5 ( 0:1)
Gegen den Aufstiegsaspiranten Mladost zeigte die Buffy-Elf vor allem in der zweiten Halbzeit eine enttäuschende Leistung. Die Kampfbereitschaft und Gegenwehr die für so ein wichtiges Spiel notwendig gewesen wäre, war wenn überhaupt nur zu Beginn des Spiels spürbar.
mar. Eine Runde vor Schluss steht dem FCG das Wasser bis zum Hals. Nicht nur die immer schlechter werdende Tabellensituation, sondern auch die akute Personalnot erreichte gegen Mladost einen unerfreulichen Höhepunkt. Dass zwei B-Junioren und ein A-Junior die einzigen Ersatzspieler auf der Bank waren, zeigt auf wie angespannt die Situation momentan ist. Die Verletztenliste des FCG wird immer länger und macht es für Trainer Buffy auch nicht einfacher im Abstiegskampf. Trotzdem ist Kritik angebracht.
Wer das Spiel gegen Mladost dem Knüller Basel-Zürich vorgezogen hatte, wurde vom FCG enttäuscht. Es schien so, als hätten nur zwei, drei Spieler den nötigen Kampfgeist und Siegeswillen um gegen Mladost dagegenzuhalten. Wo war der Glaube gegen diese Mannschaft zu punkten geblieben? Wären alle Elf an ihr persönliches Limit gegangen, wäre das im nachhinein ligaerhaltene Unentschieden kein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Aber so kam alles anders.
Das Spiel selbst ist schnell erzählt. Der FCG hatte in den 90 Minuten keine einzige wirklich gefährliche Torchance, und brach nach dem 0:2 im wahrsten Sinne des Wortes ein. Mladost hatte gleich in der ersten Minute zwei Lattentreffer zu verzeichnen und war in der Folge dank Überlegenheit im Mittelfeld spielbestimmend. Die Kopfballstärke dieser Mannschaft war bekannt, führte aber in der 21. Minute trotzdem zum 0:1. Nach einem Eckball stieg nur der Aarauer Stürmer in die Luft und köpfte den Ball unbedrängt in die obere Ecke. Nachdem Gautschi in der 32. Minute einen schönen Drehschuss mit einem Reflex über die Latte lenken konnte, kam Mladost noch zu zwei weiteren Grosschancen. Die Erste vergab ein Stürmer freistehend aus 10 Metern übers Tor, die Zweite köpfte ein anderer Stürmer aus nächster Distanz neben das Tor.
Nach der Pause fiel wie angesprochen das vorentscheidende 0:2, welches nach einem missglücktem Dribblingversuch und Ballverlust des FCG zu Stande kam. Gegen den satten Flachschuss aus 18 Metern war Gautschi machtlos.
Das 0:3 (60.) und das 0:4 (67.) entstanden beide nach gleichem Muster. Ballannahme seitlich des Strafraums, flache Hereingabe und der mitlaufende Mitspieler musste nur noch einschieben. Das 1:4 von Buffy in der 75. Minute zeigte auf wo der eigentliche Schwachpunkt der Gastmannschaft gelegen hätte. Beim Torhüter. Den Freistoss-Aufsetzer aus 25 Metern liess er kläglich zwischen den Beinen passieren. Doch leider testete der FCG Sturm diesen Torhüter im ganzen Spiel kein einziges Mal. Das 1:5 in der 80. Minute war dann zugleich der Schlusspunkt eines Spieles, welches aus Sicht des FCG so schnell wie möglich abgehackt werden muss.
Die Entscheidung welches Team mit Schöftland II in die 4. Liga absteigen wird, entscheidet sich somit am letzten Spieltag. Um dem drohenden Abstieg zu entkommen braucht der FCG um ganz sicher zu sein einen Sieg, alles andere wäre nur Glück! Dass es dazu mehr als markante Leistungssteigerung braucht, wird sich die Buffy-Elf hoffentlich bewusst sein.

FCG: Gautschi, Buffy, Speck , Sollberger, Bocaj, Erismann, Koijc, R. Stadler, Di Pietro (Edon), Hunziker, Vogel (Enderlin) Ersatz: Jusufi