14.05.2002

Matchbericht

Sieg trotz schwacher Leistung

Azzurri Niedergösgen – FC Gontenschwil 0:5 (0:1)

In einer Partie auf bedenklich schwachem Niveau setzte sich Gontenschwil dank vier Toren in der zweiten Halbzeit zum Schluss doch noch standesgemäss durch.
sta. Die Vorgabe war klar: wollte man sich die gute Ausgangslage nicht verscherzen, mussten unbedingt drei Punkte aus Niedergösgen mit nach Hause gebracht werden. Der Tabellenführer tat sich aber erstaunlich schwer gegen den Aufsteiger, vor allem mit dessen Abseitsfalle. Mal für mal schnappte diese zu und erlaubte es den Gastgebern, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Der FC Gontenschwil seinerseits zeigte sich an diesem Abend erschreckend ideenlos, beherrscht das Team doch probate Mittel, um solchen Taktiken entgegenzuwirken. Man war zwar sehr häufig im Ballbesitz, verstand es aber nicht, Druck auf den Gegner auszuüben und ihm das Spiel aufzuzwingen. Trotz allem erspielte man sich zu Beginn drei gute Möglichkeiten. Buffy scheiterte mit einem Freistoss aus 18 Metern am Torwart. Später verfehlte Hunziker mittels Flachschuss das Gehäuse nur knapp. Nach zwanzig Spielminuten kam dann die Führung für die Gäste. Marbacher verwertete Knaus’ Flanke direkt zum 0:1. Wer nun glaubte, das Spiel würde die für den FCG gewohnten Bahnen nehmen, der irrte. Gewaltig sogar. Die ersten 40 Meter des Spielfeldes überwanden die Wynentaler jeweils relativ leicht, das sich Niedergösgen bis zur Mitte zurückzog. Dann waren der Raum und die Anspielstationen rar. Die Bewegungen waren ganz einfach zu statisch. So wurde den anwesenden Zuschauern bis zur Halbzeit fussballerische Magerkost geboten. Die einzige Aktion, die den puls etwas höher schlagen liess war jene von R. Stadler, der aber nicht von einer Unsicherheit des Torhüters profitieren konnte. Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild. Krampfhaft versuchte man, ins Spiel zu finden, doch richtig gelingen wollte dies einfach nicht. Immer wieder tappte man ins Offside und wenn einmal der Durchbruch geschafft war, sah man die Bemühungen vom Schlussmann geklärt. Nach einer Stunde Spielzeit folgte die Erlösung. Marbacher wurde im Strafraum zu fall gebracht, worauf Reto Stadler den fälligen Strafstoss zum 0:2 verwertete. Dies schien die innere Blockade wenigstens zum Teil zu lösen, aber eine Augenweide war die Partie trotzdem nicht. Im Zehnminutentakt vermochte die Neumättlitruppe die Führung bis zum Spielende nun auszubauen. Hunzikers Freistoss prallte von der Lattenunterkante ins Feld zurück, wo erneut R. Stadler zur Stelle war und das 0:3 besorgte. Der hundertste FCG-Treffer dieser Saison blieb Buffy vorbehalten, der mittels Freistoss traf. Den Schlusspunkt setzte dann einer, der eher selten im gegnerischen Strafraum anzutreffen ist. Stöckli, seines Zeichens eigentlich eher in der Defensivabteilung beschäftigt, erzielte mit einem Schuss aus dem Gewühl heraus das 0:5. Dass das Resultat schlussendlich so deutlich ausfiel hatte weniger mit einer Leistungssteigerung des FCG sondern eher mit dem Nachlassen der Kräfte Niedergösgens zu tun. Man hat nun gut eine Woche Zeit, um über die Bücher zu gehen, denn mit einer so desolaten Leistung wird im Spiel gegen Reinach kein Blumentopf zu gewinnen sein.

FC Gontenschwil: Stalder, R. Sollberger, Stöckli, Knaus, Erismann (Vujinovic), Buffy, Hunziker, R. Stadler, Kaspar, H. Stadler (Joller), Marbacher. Ersatz: Gautschi